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Grote, Döhnel, Linnartz: Diskussionsbeitrag D2-2012

„Eine Hochschule für alle – auch für Gehörlose?“

(Zitiervorschlag: Grote, Döhnel, Linnartz: „Eine Hochschule für alle – auch für Gehörlose?“; Forum D, Beitrag D2-2012 unter www.reha-recht.de; 14.02.2012)

Die Autoren beschäftigen sich in diesem Beitrag mit der Studiensituation von hochgradig schwerhörigen und gehörlosen Studierenden vor dem Hintergrund der Empfehlung der Hochschulrektorenkonferenz „Eine Hochschule für alle“. Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine Zweitveröffentlichung des Aufsatzes „Eine Hochschule für alle – auch für Gehörlose?“ aus der Zeitschrift DAS ZEICHEN 88/2011, S. 332 ff.

Die Autoren weisen durch Berechnungen nach, dass hochgradig Hörbehinderte und Gehörlose an den Hochschulen noch immer unterrepräsentiert sind. Insgesamt habe sich ihre Situation zwar seit den 80er Jahren infolge rechtlicher und hochschulpolitischer Änderungen verbessert. Aber noch immer stoße diese Personengruppe an den Hochschulen auf Barrieren, die sich insbesondere aufgrund restriktiver Bewilligungspraxis von Sozialhilfeträgern und langer Verfahren nicht im erforderlichen Maße abbauen ließen. Auch fehle es z. B. im Bereich der Gebärdensprachdolmetscher an den notwendigen Angeboten. 

Sodann stellen die Autoren verschiedene Projekte vor, die derzeit an deutschen Hochschulen durchgeführt werden, um die Studiensituation von gehörlosen und stark hörgeschädigten Studierenden zu verbessern. Ihrer Ansicht nach könnten zum Beispiel mit einem zentralen, bundesweit agierenden und speziell auf die Bedürfnisse der Gehörlosen und Schwerhörigen zugeschnittenen Beratungs- und Unterstützungsprogramm, das die Betroffenen bis in die Arbeitswelt begleitet, Barrieren effektiv abgebaut werden. Forderungen nach einer europäischen Gebärdensprachuniversität stehen die Autoren hingegen kritisch gegenüber. Stattdessen fordern sie, Barrierefreiheit als Qualitätsmerkmal exzellenter Hochschulen zu begreifen. 

Leitet Herunterladen der Datei einBeitrag D2-2012 (PDF, 192 KB)


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