10.11.2017 Politik

Baden-Württemberg investiert rund 7,3 Millionen Euro in innovative inklusive Wohn- und Arbeitsformen

„Menschen mit Behinderungen sollen wählen können, wie sie leben und arbeiten wollen – mit dem Programm ermöglichen wir mehr Teilhabe und Unabhängigkeit“, so der baden-württembergische Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha.

Lucha hat am Freitag (10. November) rund 7,3 Millionen Euro für den Ausbau gemeindenaher Wohnformen und die Verwirklichung von Inklusionsvorhaben im Land freigegeben. Mit den aus dem Landeshaushalt und der Ausgleichsabgabe stammenden Mitteln können 20 Maßnahmen in den Stadt- und Landkreisen Bodenseekreis (3), Esslingen (2), Heidenheim (1), Konstanz (2), Lörrach (1), Ludwigsburg (1), Main-Tauber-Kreis (1), Neckar-Odenwald-Kreis (1), Ortenaukreis (3), Ravensburg (2), Stuttgart (1) und Ulm (2) umgesetzt werden (Details siehe Anlage). Insgesamt standen 2017 Landes- und Ausgleichsabgabemittel in Höhe von rund 19,4 Millionen Euro zur Verfügung. Die jetzt freigegebenen Mittel bilden die dritte und letzte Tranche der diesjährigen Förderung von Behinderteneinrichtungen.

„Mit dem Programm erleichtern wir Menschen mit Behinderungen eine unabhängige Lebensführung und mehr Teilhabe an der Gesellschaft. Menschen mit Behinderungen sollen ihre Menschenrechte, Grundrechte und Wahlmöglichkeiten in gleicher Weise wahrnehmen können und dürfen, wie es für Menschen ohne Behinderungen selbstverständlich ist. Unser besonderes Augenmerk, das wir auch mit dem Förderprogramm abbilden, gilt dabei dem inklusiven Wohnen und Arbeiten“, so Lucha.

Für die Projekte werden rund 2,4 Millionen Euro aus Landesmitteln und rund 4,9 Millionen Euro aus Ausgleichsabgabemitteln eingesetzt. Ausgleichsabgabemittel sind Abgaben von Betrieben, die mehr als 20 Arbeitsstellen anbieten, aber nicht die gesetzlich vorgeschriebene Zahl schwerbehinderter Menschen (fünf Prozent der Belegschaft) beschäftigen.

Weitere Informationen

Übersicht Investitionsförderprogramm für Behinderteneinrichtungen 2017

(Quelle: Ministerium für Soziales und Integration, Pressemitteilung vom 10. November 2017)


Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben