16.06.2017 Verwaltung, Verbände, Organisationen

Wegweiser zur medizinischen Rehabilitation für Migrantinnen und Migranten entwickelt

Das auf drei Jahre angelegte Projekt "MiMi-Reha" (Mit Migranten für Migranten) des Ethno-Medizinischen Zentrums Hannover e.V. (EMZ) in Kooperation mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV Bund) ist im November 2016 zu Ende gegangen. Ergebnis ist ein Wegweiser zur medizinischen Rehabilitation, der mittlerweile in acht Sprachen vorliegt und wesentliche Informationen zur Antragstellung, zur Reha-Finanzierung und zum Reha-Ablauf enthält. Der Abschlussbericht des Projekts ist auf der Website der DRV Bund abrufbar.

Hintergrund von "MiMi-Reha" ist die geringe und häufig späte Inanspruchnahme medizinischer Rehabilitation seitens Migranten trotz vermutlich erhöhten Bedarfs sowie die hohe Frühberentungsquote. Das Projekt basiert auf dem seit 2003 entwickelten und bundesweit eingesetzten Gesundheitsprojekt "MiMi - Mit Migranten für Migranten - Interkulturelle Gesundheit in Deutschland" des EMZ. Über Mediatoren als Gesundheitslotsen werden Migranten in ihrer jeweiligen Muttersprache beispielsweise über das Gesundheitssystem, Gesundheitsförderung und Prävention informiert und aufgeklärt.

Nach Angaben der DRV Bund bewerteten die teilnehmenden Migrantinnen und Migranten das muttersprachliche Informationsangebot durchweg positiv.

Weitere Informationen:

Informationen zum Projekt und Abschlussbericht

Broschüren MiMi-Reha

(Quelle: Newsletter Reha-Wissenschaften 1/2017)


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