Schritt für Schritt zurück in den Beruf bei Arbeitsunfähigkeit: Anforderungen und Herausforderungen an betriebliche Akteure
Die Stufenweise Wiedereingliederung (StW) ist eine mögliche Maßnahme im Rahmen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM), um Arbeitnehmenden mit einer Erkrankung oder einer Behinderung bei längerer Arbeitsunfähigkeit eine schrittweise Rückkehr in das Arbeitsleben zu ermöglichen. Wie insbesondere aus betrieblicher Sicht die StW in der Praxis erfolgreich umgesetzt werden kann, welche wesentlichen Faktoren und Herausforderungen beachtet werden sollten, war Schwerpunkt einer dreiwöchigen Online-Diskussion der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR) in Kooperation mit dem Zentrum für Sozialforschung Halle e. V. (ZSH) ab dem 12. November 2024.
Die Erfahrung zeigt, dass für Arbeitnehmende mit fortschreitender Abwesenheit vom Arbeitsplatz die Hürde für eine berufliche Re-Integration wächst und damit das Risiko der sozialen Exklusion steigt. Neben der Berücksichtigung des Grundes für die Arbeitsunfähigkeit – infolge Erkrankung oder Behinderung – können die Beachtung weiterer Merkmale der leistungsberechtigten Person, wie z. B. Alter, Geschlecht und Sichtbarkeit einer Behinderung sowie der Betrieb selbst – u. a. durch seine Haltung, eine höchst vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten und die Implementierung adäquater Eingliederungsverfahren – erheblich zum Gelingen beitragen. Zudem spielt die Schwerbehindertenvertretung (SBV) eine wesentliche Rolle, etwa in der Abstimmung zwischen Arbeitgebern, Rehabilitationsträgern, (Betriebs-)Ärztinnen und Ärzten sowie anderen Akteuren und den Betroffenen selbst.
Die Diskussion fand im Online-Forum "Fragen – Meinungen – Antworten" statt: Zur Diskussion
An der öffentlichen Online-Diskussion konnten alle Interessierten teilnehmen, nur eine Registrierung bzw. Anmeldung im Forum war dazu erforderlich. Expertinnen und Experten stehen bereit. Wesentliche Aspekte der Diskussion wurden anschließend in einem Fachbeitrag zusammengefasst: Beitrag D2-2025.
Die Diskussion war Teil des Projekts „Mit Vielfalt zum inklusiven Arbeitsmarkt – Aufgaben für das Reha- und Teilhaberecht (VinkA)" das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds gefördert wird.
Pressemitteilung
Das Online-Forum
Fragen – Meinungen – Antworten zum Rehabilitations- und Teilhaberecht ist ein interaktives Angebot, angegliedert an Reha-Recht.de. Das Forum für unsere Diskussionen ist unter https://fma.reha-recht.de zu finden. Es ist für alle Interessenten offen. Für eine aktive Beteiligung ist ein Benutzerkonto erforderlich, bei der Einrichtung (Registrierung) helfen wir gerne. Bitte wenden Sie sich bei Fragen an info@reha-recht.de.
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