14.09.2012 C: Sozialmedizin und Begutachtung Muschalla/Keßler/Linden: Diskussionsbeitrag C11-2012

Wahrnehmung von Teilhabestörungen aus Sicht des Arztes und aus Sicht des Patienten

(Zitiervorschlag: Muschalla/Keßler/Linden: Wahrnehmung von Teilhabestörungen aus Sicht des Arztes und aus Sicht des Patienten; Forum C, Beitrag C11-2012 unter www.reha-recht.de; 14.09.2012)

Die Autoren berichten von einer Untersuchung zur unterschiedlichen Wahrnehmung von Teilhabestörungen, die sie von 2009 bis 2011 mit Berliner Hausarztpatienten, die länger als sechs Monate unter psychischen Beschwerden litten, durchgeführt haben.

Dabei habe sich gezeigt, dass Patienten und Arzt im Hinblick auf die Rangfolge der Beeinträchtigungsbereiche fast vollständig übereinstimmten. Unterschiede zeigten sich hingegen bei der Einschätzung des Ausmaßes der Beeinträchtigungen. Die Patienten gaben im Durchschnitt höhere Beeinträchtigungsgrade an als die Mediziner. Es sei daher in sozialmedizinischen Begutachtungssituationen mit einer Diskrepanz zwischen subjektiver (Patienten-)Wahrnehmung von Beeinträchtigungen und vom Arzt beobachteten Beeinträchtigungen zu rechnen. Diese Diskrepanz könne aber im Sinne einer normalen Verdeutlichungstendenz bei der Beeinträchtigungsschilderung gesehen werden.

 


Stichwörter:

chronische psychische Erkrankungen, Fremdeinschätzung Teilhabestörungen, Selbsteinschätzung Teilhabestörungen, krankheitsbedingte Teilhabestörungen, Medizinischer Sachverständiger, Medizinischer Gutachter, Teilhabestörungen, Begutachtung, Sozialmedizinische Begutachtung


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