07.06.2021 Sonstige Veröffentlichungen

Befragung zur digitalen Teilhabe in Einrichtungen der Eingliederungshilfe

Das Institut für Rehabilitationswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin hat die Online-Umfrage „Digitalisierung und Medienbildung in Wohnangeboten der Eingliederungshilfe“ gestartet. Sie soll Hinweise darauf geben, wie sich die Bedingungen für digitale Teilhabe seit Beginn der Corona-Krise in stationären und ambulanten Wohnformen entwickelt haben. Die Befragung richtet sich an Mitarbeitende in entsprechenden Einrichtungen der Eingliederungshilfe, eine Teilnahme ist bis 15. Juli 2021 möglich.

Unter Pandemiebedingungen hat der Umgang mit digitalen Medien erheblich an Bedeutung gewonnen. Das kann für Menschen mit Behinderungen von privaten Kontakten bis hin zu der Kommunikation mit Beratungsstellen oder Rehabilitationsträgern reichen. Gegenstand der aktuellen Befragung der Humboldt-Universität ist neben der digitalen Infrastruktur eines Wohnangebots und Praktiken zu deren Nutzung auch die subjektive Bewertung digitaler Medien, mit dem Ziel, den aktuellen Stand der Digitalisierung und Medienbildung in besonderen Wohnformen zu erfassen. Weiterhin soll erhoben werden, ob und in welcher Weise digitale Teilhabe aus Sicht der Mitarbeitenden die sexuelle Selbstbestimmung von Bewohnerinnen und Bewohnern erweitert bzw. welche Rolle digitale Medien dabei spielen.

Wesentliche Ergebnisse der Befragung sollen auf breiter Basis mit Praktikerinnen und Praktikern, Forschenden und Nutzerinnen und Nutzern von Angeboten der Eingliederungshilfe diskutiert werden. Weiterhin ist geplant, die Ergebnisse der Politik zu spiegeln, um auch hier auf die Situation in der Eingliederungshilfe aufmerksam zu machen.

Die Befragung ist Teil des Projekts „Sexuelle Selbstbestimmung und Behinderung – Reflexion, Wissen, Können als Bausteine für Veränderungen“ (ReWiKs), gefördert von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Die inhaltliche und fachliche Leitung des Projektes erfolgt durch Prof. Dr. Sven Jennessen, Humboldt-Universität zu Berlin.

Weitere Informationen sowie eine Weiterleitung zur digitalen Umfrage

(Quelle: Humboldt-Universität zu Berlin)


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