06.02.2018 Daten, Fakten, Statistiken

BMAS veröffentlicht Studie zur Evaluation von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Mit dem im Januar 2018 publizierten Abschlussbericht zum Projekt "Evaluation von Leistungen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben" liegt nun eine am Reha-Prozess orientierte Datengrundlage zur Untersuchung beruflicher Rehabilitation in Trägerschaft der Bundesagentur für Arbeit (BA) vor. Das Projekt wurde vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) durchgeführt.

Ziel des dargestellten Projektmoduls war zum einen der Aufbau einer Prozessdatengrundlage auf Basis administrativer Daten aus den Geschäftsprozessen der BA. Zum anderen sollen die so entstandenen Daten als Grundlage für inhaltliche Analysen zum Rehabilitationsprozess dienen. Der Bericht fasst die bereits vorliegenden Forschungsergebnisse zusammen:

  • Fortschreibung bzw. Neuaufbau des LTA-Reha-Prozessdatenpanels (LTA-RehaPro)
  • Analysen aus dem Prozessdatenpanel (Modul 1)

Leistungen der beruflichen Rehabilitation von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen und Behinderungen wurden im Rahmen der Untersuchung als Erst- und Wiedereingliederung getrennt voneinander betrachtet.

Im Bereich der beruflichen Ersteingliederung fokussiert die Studie den Prozess des Übergangs von der Schule in die berufliche Rehabilitation, über die Teilnahme an Maßnahme(n) bis hin zum Arbeitsmarkteintritt. Es wurden typische Erwerbsverläufe sowie die Wahl der Maßnahmen durch Rehabilitandinnen und Rehabilitanden identifiziert. Für die Personengruppe der Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen sollen neben den LTA-RehaProDaten auch qualitative Interviews mit jungen Personen in der beruflichen Ersteingliederung herangezogen werden. Diese werden Gegenstand der Forschung in Modul 2 des LTA-Projekts sein.

Auch für Personen im Bereich der beruflichen Wiedereingliederung wurde erstmalig ein Prozessmonitoring begonnen, das den Prozess im Gesamtüberblick betrachtet. Die Untersuchung will Aufschluss darüber geben, wer nach Anerkennung des Reha-Status eine Maßnahme aufnimmt und wer welche Maßnahmen erhält. Die forschungsleitenden Fragen dabei waren:

  • Was sind Gründe für eine Nicht-Aufnahme von Maßnahmen?
  • Welche individuellen und strukturellen Merkmale und Umstände der Geförderten führen zu einer Aufnahme qualifizierender (z. B. Weiterbildungen) oder integrativer Maßnahmen (z. B. beschäftigungsschaffende Zuschüsse)?

Weitere Analysen befassen sich u. a. mit dem Eintritt in Beschäftigung und deren Nachhaltigkeit nach der Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen. Dennoch sei der Prozess noch nicht erschöpfend betrachtet und die durchgeführten Analysen böten Raum für Anschlussforschung, so die Autorinnen und Autoren der Studie. Die Forschung zum Rehabilitationsprozess soll deshalb über den Projektrahmen hinaus weitergeführt werden.

Die Studie steht auf der Webseite des BMAS zum kostenlosen Download (PDF, 3 MB) bereit.

Aufbau und Analyse des LTA-Rehaprozessdatenpanels 

(Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales)


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