24.05.2017 Verwaltung, Verbände, Organisationen

Diskussionspapier der Fachverbände für eine inklusive Lösung innerhalb der SGB VIII-Reform

Die Fachverbände für Menschen mit Behinderung fordern in einem Diskussionspapier vom Mai 2017 einen über die laufende Legislaturperiode hinausgehenden Beteiligungsprozess zur Reform des SGB VIII unter Federführung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Dieser Prozess solle "transparent, fair, von ausreichender Dauer und mit der erforderlichen Intensität zu allen Themen einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe mit Beteiligung aller maßgeblichen Akteure" geführt werden. Ziel sei eine inklusive Lösung zu finden, die eine verbesserte Leistungsgestaltung für junge Menschen mit Behinderung und ihre Familien beinhaltet und einen wichtigen Beitrag zu einer inklusiven Gesellschaft leistet.

In der bereits laufenden Diskussion habe sich die Vorgabe der Kostenneutralität als erhebliches Hindernis erwiesen. Die inklusive Lösung sei in den Hintergrund gedrängt worden. Die Fachverbände betonen, dass es eine Zusammenführung der Leistungen für alle Kinder und Jugendlichen mit und ohne Behinderung unter dem Dach des SGB VIII nicht zu Lasten der Hilfe zur Erziehung und nicht zu Lasten der Kinder und Jugendlichen mit Behinderung geben könne. Grundlegende Veränderungen des partnerschaftlichen Verhältnisses von freier und öffentlicher Jugendhilfe, das zum Wesenskern der Kinder- und Jugendhilfe gehört, sowie Einschränkungen und Leistungsverschlechterungen würden alle Kinder und Jugendlichen sowie ihre Familien treffen und könnten daher nicht hingenommen werden.

Weitere Einzelheiten sind dem Diskussionspapier der Fachverbände zu entnehmen:

Diskussionspapier der Fachverbände für Menschen mit Behinderung vom Mai 2017

(Quelle: Fachverbände für Menschen mit Behinderung)


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