23.12.2015 Verwaltung, Verbände, Organisationen

Paritätischer Gesamtverband begrüßt PSG II und fordert angemessene Refinanzierung

Der Paritätische Gesamtverband begrüßt in einer Pressemitteilung vom 18. Dezember 2015 die zweite Stufe der Pflegereform. Dass demenziell erkrankte Menschen genauso als hilfebedürftig anerkannt werden wie körperlich Pflegebedürftige sei der große Verdienst dieser Reform, heißt es in dem Papier. Gleichzeitig appelliert der Verband an Pflegekassen und Sozialhilfeträger, nun auch den Weg für eine Finanzierung zusätzlichen Personals in den Pflegeheimen frei zu machen.

Nach Angaben des Verbands werden künftig mindestens 30.000 Pflegekräfte mehr gebraucht, um die neuen gesetzlichen Vorgaben in den Pflegeheimen angemessen umzusetzen.

„Dass immer mehr Menschen mit höherer Pflegebedürftigkeit und vor allem auch mehr Menschen mit Demenz und damit höherem Betreuungsbedarf in den Heimen leben, wird bisher bei den Personalschlüsseln überhaupt nicht angemessen berücksichtigt“, kritisiert Schneider.

Das Problem werde sich mit dem Pflegestärkungsgesetz II noch verschärfen, wenn Sozialhilfeträger und Pflegekassen jetzt nicht mitzögen und keine Aufstockung des Personals durch entsprechende Refinanzierung ermöglichten. Im Zweifel sei hier eine gesetzliche Lösung erforderlich, so Schneider: „Nach der Reform ist vor der Reform. Wir sind auf einem guten Weg, aber noch lange nicht am Ziel.“

Zur Pressemitteilung "Pflegereform: Paritätischer begrüßt Pflegestärkungsgesetz II und fordert angemessene Refinanzierung" vom 18.12.2015

(Quelle: Der Paritätische Gesamtverband)


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