13.04.2017 Politik

Neue Förderrichtlinie "Inklusion durch digitale Medien in der beruflichen Bildung"

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat eine Förderrichtlinie mit dem Titel "Inklusion durch digitale Medien in der beruflichen Bildung" aufgelegt. Institutionen der Aus- und Weiterbildung und der Inklusionsförderung wie Bildungsträger, Kammern, Verbände, Gewerkschaften und Unternehmen können noch bis 15. Juli 2017 Förderkonzepte zu drei Handlungsfeldern einreichen.

Neben digitalen Informations- und Unterstützungssystemen zur Verbreitung von Know-how können arbeitsmarktrelevante Maßnahmen zur Förderung neuer beruflicher Perspektiven sowie kooperative Lernsettings für das gemeinsame Lernen von Menschen mit und ohne Behinderung gefördert werden.

Das Lernen mit digitalen Medien ermöglicht hohe zeitliche und räumliche Flexibilität, wobei gleichzeitig die verschiedenen Bildungsangebote den besonderen visuellen, auditiven und haptischen Bedürfnissen angepasst werden können. Diese Möglichkeiten machen sie für den Lehr- und Lernprozess von Menschen mit körperlichen, geistigen oder Sinnes-Behinderungen besonders wertvoll.

Wer beispielsweise aufgrund einer Behinderung oder anderen Beeinträchtigungen an einigen Tagen das Haus nicht verlassen kann, soll so gleichermaßen aktiv in das Unterrichtsgeschehen eingebunden werden. Selbstgedrehte Lernvideos, Podcasts oder der Einsatz neuer Technik wie Virtual-Reality-Brillen sollen dies möglich machen.

Mit der Förderrichtlinie leistet das BMBF einen Beitrag zur Modernisierung der Beruflichen Bildung im Rahmen des ESF-Programms "Digitale Medien in der beruflichen Bildung" und unterstützt die Umsetzung der Ziele der UN-Behindertenrechtskonvention, des Nationalen Aktionsplans zur UN-Behindertenrechtskonvention (NAP 2.0) sowie des Bundesteilhabegesetzes (BTHG).

Die Richtlinie wurde am 13. Februar 2017 im Bundesanzeiger veröffentlicht:

Zur Bekanntmachung der Richtlinie auf der Webseite des BMBF

Pressemitteilung des Europäischen Sozialfonds vom 12.04.2017

(Quelle: Europäischer Sozialfonds, Bundesministerium für Bildung und Forschung)

 

 


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