03.07.2019 Internationales

Positionspapier zu Gebärdensprache und internationalen Entwicklungen

Die World Federation of the Deaf (WFD) stellt ihren kommenden Weltkongress der Gehörlosen unter das Motto „Gebärdensprache für alle“. Kürzlich hat der Verband Positionen zur Dolmetschung und Übersetzung in Gebärdensprache im Lichte technologischer Entwicklungen veröffentlicht.

Im Vorfeld des 18. Weltkongresses der WFD im Juli in Paris wurde das „Position Paper on Accessibility: Sign Language Interpreting and translation and technological developments” veröffentlicht. Das Papier ist vom Weltverband der Gehörlosen bereits Anfang 2019 verabschiedet worden.

Der Verband betont das Recht auf Barrierefreiheit bzw. Zugang zu Informationen mittels professioneller qualifizierter Gebärdensprachdolmetschung und -übersetzung. Das Berufsbild der Gebärdensprachdolmetscher habe sich in den letzten Jahren signifikant weiterentwickelt. So sei u. a. eine Zunahme bei Dolmetschungen in den Medien bzw. im Fernsehen, bei Übersetzungen von Internetseiten und Kinderbüchern sowie bei Ferndolmetschungen, z. B. für Sitzungen und Telefonate, zu verzeichnen.

Trotz klarer Empfehlungen gebe es aber weltweit keine einheitliche Qualität bei der Bereitstellung von Übersetzungen bzw. Dolmetschungen. Dies hänge mit dem Status des Berufs und den in den jeweiligen Ländern zur Verfügung stehenden Technologien zusammen.

Der Verband empfiehlt, dass die Bereitstellung und Entwicklung von Dolmetsch- und Übersetzungsangeboten für Gebärdensprache in enger Abstimmung mit nationalen Gehörlosen- und Dolmetscherverbänden erfolgt. Neue Technologien können nützlich sein, sollen aber nicht die persönliche Live-Übersetzung in der Gemeinschaft oder in Konferenzen ersetzen. Eine Reihe von weiterführenden Links zu Best Practices und Richtlinien verschiedener Länder rundet das Papier ab.

Das Positionspapier steht als PDF sowie als Video in International Sign Language (ISL) unter folgendem Link zur Verfügung:

WFD Position Paper on Accessibility: Sign Language Interpreting and translation and technological developments

(Quelle: Deutscher Gehörlosenbund)


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