BAG BBW legt Strategiepapier zur Zukunft der beruflichen Reha vor
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW) hat das Strategiepapier „BBW 2035“ herausgebracht. Darin wird beschrieben, wie die Angebote der BBW weiterentwickelt und neue Zielgruppen erreicht werden sollen und wie sich die BBW als Anbieter von Leistungen der beruflichen Rehabilitation künftig aufstellen wollen.
Unter der Überschrift „Vision“ formulieren die Berufsbildungswerke den Anspruch, im Jahr 2035 weiterhin der „regional sowie überregional nachgefragte Partner für junge Menschen mit Beeinträchtigungen, Leistungsträger und Wirtschaftsbetriebe“ zu sein. Sie verstehen sich als aktiver „Mitgestalter des Transformationsprozesses am Arbeitsmarkt“, der auf Veränderungen in der Arbeitswelt durch flexible Strukturen und passgenaue Organisation reagiert. Aktuell gibt es 51 Berufsbildungswerke in Deutschland, die junge Menschen mit Behinderungen dual in über 200 Berufen ausbilden.
Genutzt werden die Angebote der BBW von jungen Menschen mit Reha-Status und multiplen Teilhabeeinschränkungen. Auch die wachsende Gruppe junger Menschen, die als sozial abgehängt bezeichnet würden, bräuchten die Leistungen der BBW, heißt es im Strategiepapier. Gemeinsam würden Wege gefunden, um die jeweilige Teilhabeeinschränkung zu erkennen, zu akzeptieren und so gut wie möglich auszugleichen.
„Nachhaltige berufliche Bildung braucht Investitionen“
In den weiteren Abschnitten des Strategiepapiers geht es um die Zusammenarbeit der BBW mit Wirtschaftsunternehmen und den Leistungsträgern aus Bund, Ländern und Kommunen als Auftraggebern. Beschrieben werden außerdem die Bedeutung einer unvoreingenommenen Grundhaltung der BBW-Mitarbeitenden, die Einbindung neuer Technologien in Theorie und Praxis und wichtige Kennzahlen wie z. B. die nachhaltige Vermittlung in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse.
Tobias Schmidt, Vorsitzender der BAG BBW, appelliert in einer Pressemitteilung zum Strategiepapier an die finanzielle Unterstützung durch die Politik: „Innovative, nachhaltige berufliche Bildung braucht Investitionen. Daher müssen Bund und Länder Berufsbildungswerke aktiv bei notwendigen Investitionen in digitale Infrastruktur und klimagerechte Sanierungen unterstützen. Das von Schwarz-Rot beschlossene Sondervermögen Infrastruktur darf Reha-Bildungseinrichtungen, die ihren gesetzlichen Auftrag erfolgreich umsetzen, nicht vergessen. Wer eine inklusive Ausbildung will, muss auch investieren.“
Weitere Informationen
Zum Strategiepapier „BBW 2035“ in Alltags- und in einfacher Sprache
(Quelle: Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke)
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