13.08.2025 Verwaltung, Verbände, Organisationen

„Barrierefrei durch alle relevanten Gründungsthemen“

Der Verein inKlub e.V. in Köln will angehende Gründerinnen und Gründer mit Behinderungen, chronischer Erkrankung oder Neurodivergenz dabei unterstützen, ihre Startup-Ideen zu verwirklichen.

Marktanalyse, Zielgruppenfindung und Geschäftsmodellentwicklung – wer eine eigene Geschäftsidee verwirklichen möchte, braucht nicht nur eine Vision, Mut und Energie, sondern muss sich auch viele neue Kenntnisse aneignen. „Inklusiv gründen kann eine einsame und anspruchsvolle Reise sein“, heißt es einleitend auf der Website von inKlub. Dem setzt der Verein zwei Mentoring-Programme und eine inklusive Community aus Gründerinnen und Gründern entgegen, die sich gegenseitig austauschen und unterstützen können. Teilnehmende des digitalen „Starter-Programms“ und des „Mentoring-Programms“ besuchen Workshops zu Themen wie Finanzplanung oder Marketing und erhalten Coaching bzw. eine passende Mentorin/einen passenden Mentor. Am Ende des Programms präsentieren alle Teilnehmenden ihre Ideen und bekommen Feedback sowie auch Gelegenheit zur Vernetzung. Wer gerne gründen möchte, aber noch keine konkrete Idee hat, kann das „Online Innovation Weekend“ besuchen. Dieses wird von erfahrenen Coaches begleitet und eröffnet in kleinen Teams kreative Wege zur Ideenfindung.

„Wir bemühen uns das Programm an die Bedürfnisse der Teilnehmende auszurichten und möglichst barrierefrei zu gestalten. Wir bieten unter anderem Gebärdensprachdolmetscher:innen, screenreader-optimierte Materialien und hybride Veranstaltungsformate (online und in Präsenz) nach Bedarf an. Natürlich sind all unsere physischen Veranstaltungen räumlich barrierefrei zugänglich und wir fragen Bedarfe bereits im Bewerbungsformular ab, um unsere Programmstrukturen individuell an die Bedürfnisse der Teilnehmenden anzupassen“, erklärt inKlub auf seiner Website. Die Teilnahme an den beiden Programmen ist dank einer Unterstützung durch die Aktion Mensch kostenfrei. Für das Mentoring-Programm können Reisekosten für Präsenzveranstaltungen (Unterkunft, Verpflegung, Reise) anfallen, die von den Teilnehmenden selbst zu tragen sind.

Starter-Programm: In insgesamt 8 Wochen begleitet inKlub Teilnehmende Schritt-für-Schritt bei wichtigen Themen rund um die Startup-Idee. Am Ende soll ein Businessplan, ein Finanzplan und ein sogenanntes Pitch Deck, eine kompakte Präsentation der eigenen Geschäftsidee, stehen, um Investorinnen und Investoren zu überzeugen, Geld bei einer Bank aufzunehmen oder sich auf Fördermittel zu bewerben.
In jeder Woche gibt es einen digitalen Gruppen-Workshop und ein Einzelcoaching.

Mentoring-Programm: Das Programm dauert 6 Monate und besteht aus wöchentlichen Workshops und individuellen 1:1-Coachings – den Großteil der Zeit online. Sechs Tage des Programms finden an drei Terminen vor Ort in Köln statt. Ein gesonderter „Investors Day“, ebenfalls in Köln, schließt das Programm ab.

Hinter inKlub stehen Sophie Dienberg, Laura Ratering und Joana Welsing sowie ein Team aus Menschen mit und ohne Behinderungen, die zum Teil selbst gegründet haben. inKlub wird unterstützt von Unternehmen und Stiftungen, außerdem wirken erfolgreiche Gründerinnen und Gründer ehrenamtlich als Mentorinnen und Mentoren mit.

Ab Ende 2025 werden Bewerbungen über ein entsprechendes Online-Formular entgegengenommen. Nach der Einreichung prüft das Team die Bewerbungen und lädt ausgewählte Kandidatinnen und Kandidaten zu einem persönlichen Gespräch ein. Interessenten können sich in eine Warteliste eintragen und sich über den Start der Bewerbungsphase informieren lassen.

inklub.eu

(Quelle: inKlub.eu)


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