28.10.2026 Politik

Berlin: Öffentliche Anhörung zur Erwerbsminderungsrente

Am 2. November 2026 behandelt eine Ausschusssitzung im Paul-Löbe-Haus des Bundestages einen Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Erwerbsminderungsrente (EM-Rente).

„Das Prinzip ‚Prävention vor Reha vor Rente‘ muss endlich konsequent umgesetzt werden. Dazu wollen wir die Präventionsleistungen der Gesetzlichen Rentenversicherung ausbauen. Sie sollen gezielter und passgenau für gefährdete Gruppen und früher, nämlich, bevor die ersten Symptome auftreten, zugänglich werden“, erklärt Armin Grau, Mitglied des Bundestages und Sprecher für Arbeits- und Sozialpolitik der Grünen Bundestagsfraktion. Ganz wichtig sei es, das Reha-Budget am tatsächlichen sozialmedizinischen Bedarf zu bemessen.

Der Antrag „Gesund länger arbeiten und Erwerbsminderungsrente verbessern“ sieht zudem vor, die Abschläge bei der EM-Rente sukzessive abzubauen, die Inklusion teilweise erwerbsgeminderter Menschen in den Arbeitsmarkt zu fördern und den Kündigungsschutz für EM-Rentnerinnen und -Rentner zu stärken. Auf das Berufliche Eingliederungsmanagement (BEM) besteht bislang kein individueller Rechtsanspruch – auch darüber soll am 2. November gesprochen werden.

Als Sachverständige sind folgende Verbände und Institutionen sowie Einzelpersonen zu der Sitzung eingeladen:

  • Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e. V.
  • Deutsche Rentenversicherung Bund
  • Deutscher Gewerkschaftsbund
  • Sozialverband VdK Deutschland e. V.
  • Arbeitnehmerkammer Bremen

Einzelsachverständige:

  • Prof. Dr. Silke Übelmesser
  • Prof. Dr. Felix Welti   

Die öffentliche Anhörung wird live übertragen und ist später in der Mediathek des Deutschen Bundestages abrufbar. 

Im Rahmen der räumlichen Kapazitäten ist eine Teilnahme an der Sitzung im Paul-Löbe-Haus möglich. Eine Anmeldung ist erforderlich. Anmeldeschluss ist der 29. Oktober 2026.

Weitere Informationen auf der Website des Deutschen Bundestages

„Gesund länger arbeiten und Erwerbsminderungsrente verbessern": Bundestags-Drucksache 21/3844 

(Quelle: Deutscher Bundestag)


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