22.09.2026 Politik

BMAS: Arbeitskräftepotenziale durch Digitalisierung und KI inklusiv nutzen

Mit der Ausschreibung für einen Forschungsauftrag und einer neuen Förderrichtlinie hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im September 2026 zwei Initiativen gestartet, die sich mit Digitalisierung, künstlicher Intelligenz (KI) und Inklusion in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) befassen.

Forschungsauftrag

Mit dem Forschungsauftrag „Arbeitskräftepotenziale durch Digitalisierung und KI inklusiv erschließen“ soll das Potenzial digitaler Technologien und Künstlicher Intelligenz für mehr Teilhabe am Arbeitsleben untersucht werden. Aus Sicht des BMAS besteht u. a. wegen des demografischen Wandels dringender Handlungsbedarf, Beschäftigte möglichst lange unter guten Arbeitsbedingungen in den Betrieben zu halten, ungenutzte Potenziale zu erschließen und die Arbeitswelt inklusiver und diverser aufzustellen. Digitale Technologien und vor allem KI sieht das BMAS als eine Möglichkeit, Menschen mit altersbedingten, kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen länger und gesünder im Arbeitsmarkt zu halten oder zu integrieren sowie ein alters- und behinderungsgerechtes Arbeitsumfeld zu schaffen. So könnten digitale Technologien beispielsweise dafür eingesetzt werden, neue Arbeitstätigkeiten zu erschließen und die (bestehende) Teilhabe am Arbeitsleben zu erleichtern.

Allerdings seien insbesondere KMU mit den vorhandenen technologischen Unterstützungsmöglichkeiten wenig vertraut, und vorhandene Angebote nicht flächendeckend bekannt. Mit der Ausschreibung zielt das BMAS daher darauf ab,

  • die Möglichkeiten und Bedarfe von KMU und Beschäftigten mit Beeinträchtigungen für den Einsatz digitaler Technologien zu untersuchen,
  • praxistaugliche Lösungen zu identifizieren, zu implementieren und
  • zielgruppengerecht in die Praxis zu transferieren.

Arbeitskräftepotenziale sollen mithilfe von Digitalisierung und KI gehoben, Erfahrungswissen der Beschäftigten gesichert und bestehende (Beratungs-)Strukturen gestärkt werden. Der Forschungsauftrag ist europaweit im Rahmen eines Vergabeverfahrens (Wettbewerblicher Dialog) ausgeschrieben. Die Ausschreibungsunterlagen sind unter folgendem Link zu finden: Vergabeplattform. Die Bewerbungsfrist endet am 30. September 2026.

Förderrichtlinie für KI-Projekte in KMU

In einem weiteren Vorhaben beabsichtigt das BMAS, KI-Projekte von Unternehmen zu fördern. Dazu wurde die Förderrichtlinie „Produktiver Einsatz von KI in Wirtschaft und Arbeit“ veröffentlicht, durch die gezielt Arbeits- und Fachkräfte in Deutschland gestärkt werden sollen. Die Förderung unterstützt insbesondere KMU und ihre Beschäftigten bei der Einführung und Nutzung konkreter KI-Anwendungen. Die Details sind auf der Website der Denkfabrik Digitale Arbeitswelten des BMAS veröffentlicht: Förderrichtlinie. Bis zum 14. Oktober 2026 können interessierte Projektvorhaben ihre Anträge einreichen.

(Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales)


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