07.11.2025 Daten, Fakten, Statistiken

Forschung zur beruflichen Rehabilitation weiterentwickeln

Interdisziplinäre Zusammenarbeit, Längsschnittdaten, langfristige Förderung und eine stärkere Sichtbarkeit in Wissenschaft und Politik: Die Forscherinnen Mathilde Niehaus, Marie Heide und Anita Tisch liefern in der „Zeitschrift für Sozialreform“ eine Bestandsaufnahme und einen Ausblick zur Diskussion über die Weiterentwicklung der Forschung zur beruflichen Rehabilitation.

In ihrem Artikel „Forschung zur beruflichen Rehabilitation: Positionierung und Zukunftsstrategien“ (doi:10.1515/zsr-2025-0009) wollen die Verfasserinnen Entwicklungsbedarfe sichtbar machen und formulieren Perspektiven für eine zukunftsorientierte und anschlussfähige Forschung zur Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Der Artikel basiert auf einem dreitägigen Scoping-Workshop mit 14 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen. Es werden der Inhalt der Diskussionen analysiert und zentrale Positionen zur Weiterentwicklung der Forschung abgeleitet.

Als zentrale Handlungsfelder werden eine bessere Verankerung des Forschungsfelds in Hochschulen und Studiengängen genannt, eine methodische Weiterentwicklung, die internationale Anschlussfähigkeit sowie die Integration gesellschaftlicher Trends.

Die Sichtbarkeit des Forschungsfelds solle über spezialisierte Fachdebatten hinaus gefördert werden. Es müsse deutlich werden, dass die Forschung zur beruflichen Rehabilitation einen entscheidenden Beitrag zur Ermöglichung gleichberechtigter Teilhabe am Arbeitsleben leiste – insbesondere vor dem Hintergrund von tiefgreifenden gesellschaftlichen Transformationsprozessen wie Digitalisierung, demografischer Wandel, Fachkräftemangel und Klimawandel. Zusammenfassend heißt es:

„Für eine zukunftsfähige Forschung zur beruflichen Rehabilitation braucht es eine klare Profilschärfung, eine stärkere institutionelle Verankerung sowie langfristige, sektorenübergreifende Förderstrukturen. Methodische Vielfalt, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Sichtbarkeit sind zentrale Voraussetzungen, um das Potenzial der Forschung zur beruflichen Rehabilitation auszuschöpfen und gesellschaftlich sichtbar werden zu lassen.“

Zum Artikel „Forschung zur beruflichen Rehabilitation: Positionierung und Zukunftsstrategien“

(Quelle: Zeitschrift für Sozialreform)


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