Inklusion und Diversität in Freiwilligendiensten
Die Koordinierungsstelle für Inklusion und Diversität in den Freiwilligendiensten des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands hat die „Gemeinsame Erklärung zu Inklusion und Diversität in den Freiwilligendiensten“ veröffentlicht. Diese versteht sich als Orientierungsrahmen für die zukünftige Gestaltung inklusiver und diversitätsbewusster Freiwilligendienste.
Das Papier vom 20. Juli 2026 entstand in einem gemeinsamen Entwicklungsprozess mit den Zentralstellen der Freiwilligendienste und bildet den fachlichen Abschluss der Projektarbeit der Koordinierungsstelle. Die beteiligten Zentralstellen bekennen sich dazu, aktiv Inklusion und Diversität zu ermöglichen und ihre Strukturen und Arbeitsweisen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Ziel ist es, die Freiwilligendienste langfristig inklusiver zu gestalten und möglichst vielen Menschen eine Teilnahme zu ermöglichen. Die Erklärung umfasst dabei einerseits den Blick auf interne Strukturen, Prozesse und Haltungen, andererseits soll ein gemeinsames Zeichen nach außen gesetzt werden für diskriminierungssensible und möglichst barrierearme Freiwilligendienste.
Der Paritätische Gesamtverband unterstreicht, die Gemeinsame Erklärung mache deutlich, dass die nachhaltige Weiterentwicklung inklusiver und diversitätsgerechter Freiwilligendienste nicht allein durch das Engagement der Zentralstellen erreicht werden könne. Erforderlich seien darüber hinaus geeignete politische Rahmenbedingungen sowie eine verlässliche und langfristige Förderung, damit begonnene Entwicklungsprozesse dauerhaft gesichert und weiterentwickelt werden können.
Die Koordinierungsstelle Inklusion und Diversität in den Freiwilligendiensten wurde ab 2022 vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend als bundesweite Anlaufstelle für Fachkräfte, Träger sowie Freiwillige und Interessierte zu Fragen der Inklusion und Diversität in den Freiwilligendiensten wie etwa im Freiwillige sozialen oder ökologischen Jahr oder im Bundesfreiwilligendienst gefördert. Die zunächst bis 2024 vorgesehene Förderung wurde u. a. aufgrund der hohen Nachfrage nach Beratungs- und Fortbildungsangeboten bis zum 30. August 2026 verlängert.
Der Schwerpunkt lag zunächst insbesondere auf der Inklusion von Menschen mit Behinderungen. Im weiteren Projektverlauf verfolgte die Koordinierungsstelle ab 2025 verstärkt einen intersektionalen Ansatz, um weitere marginalisierte Gruppen zu berücksichtigen, wie z. B. queere Menschen (LGBTQIA+), Personen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte, Menschen mit erschwertem Zugang zu Bildung oder niedrigem sozioökonomischem Status sowie Menschen, die aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit Diskriminierung erfahren.
Die „Gemeinsame Erklärung zu Inklusion und Diversität in den Freiwilligendiensten“ ist abrufbar auf der folgenden Seite des Paritätischen Gesamtverbands: Gemeinsame Erklärung
Zur Koordinierungsstelle: www.Freiwilligendienste-fuer-Alle.de
(Quelle: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.)
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