Die UN fragt: Wie arbeiten Menschen mit Behinderungen in Deutschland?


Grün geschriebene Wörter sind schwere Wörter.

Die Wörter werden am Text·ende erklärt.


Fast alle Länder der Welt sind zusammen: die UN.

Die UN prüft, ob die Länder wichtige Regeln einhalten.

Die UN fragt:

  1. Wie arbeiten Menschen mit Behinderungen in Deutschland?
  2. Was wird aus den WfbM in Deutschland?
    WfbM bedeutet: Werkstatt für behinderte Menschen.
  3. Wie macht Deutschland das genau?

Deutschland hat im Jahr 2011 an die UN berichtet.

Vier Jahre später hat die UN gesagt,
was schon gut in Deutschland läuft.

Und was noch besser werden muss.

Das nennt man das Staaten·berichts·verfahren.

Was sagt die UN zur WfbM in Deutschland?

Es arbeiten immer noch zu viele Menschen
in der Werkstatt für behinderte Menschen.

Denn alle Menschen sollen gemeinsam arbeiten.

Mit Behinderung und ohne Behinderung.

Das steht in den Regeln von der UN-Behinderten·rechts·konvention.

Deutschland muss die Regeln viel besser einhalten.

Die UN fordert Deutschland auf:

  1. Deutschland soll passende Arbeits·plätze für Menschen mit Behinderungen schaffen.
  2. Deutschland soll mehr Geld für diese Arbeits·plätze ausgeben.
  3. Menschen mit Handicap sollen auf einem normalen Arbeits·platz arbeiten.
    Dabei muss die WfbM helfen.
  4. Damit die WfbM verschwinden können.

Seit 2018 läuft eine neue Prüfung von der UN

In Deutschland gibt es jetzt eine Überwachungs·stelle.

Auf Englisch heißt Überwachen: Monitoring.

Diese Stelle heißt also Monitoring·stelle.

Die Monitoring·stelle überwacht die Rechte
von Menschen mit Behinderungen.

Der Deutsche Behinderten·rat macht auch mit.

Beide Stellen kennen sich gut mit Angelegenheiten von Menschen mit Behinderungen aus.

Beide Stellen gehören nicht zur Regierung von Deutschland.

Die Monitoring·stelle und der Deutsche Behinderten·rat geben der UN wichtige Tipps:

Welche Fragen sollen an die Regierung von Deutschland gestellt werden?

Die UN fragte zum Beispiel:

  1. Wie viele Menschen mit Behinderungen arbeiten schon
    auf normalen Arbeits·plätzen?
  2. Wie bekommt man einen normalen Arbeits·platz?
  3. Was braucht ein Arbeit·geber, um einen Arbeits·platz für Menschen mit Behinderungen zu machen?

Die Regierung von Deutschland hat geantwortet:

Das Budget für Arbeit ist die beste Möglichkeit.

Budget spricht man: Büdschee.

Ein Budget ist eine bestimmte Menge Geld für eine Sache.

Mit dem Budget für Arbeit kommen Menschen mit Behinderungen auf normale Arbeits·plätze.

Das Gesetz zum Budget für Arbeit sagt:

Ein Arbeit·geber bekommt Geld.

Wenn er für einen Menschen mit Behinderungen einen Arbeits·platz macht.

Wie viele Arbeit·geber das gemacht haben,
hat Deutschland nicht genau beantwortet.

Und wie ist es in der WfbM?

Auch in der WfbM muss sich einiges ändern.

Menschen mit Behinderungen müssen in der WfbM besser bezahlt werden.

Und:

Die Regierung von Deutschland muss sich
um ein gutes Rentengeld für Menschen mit Behinderungen kümmern.

Denn:

Für die Arbeit in der WfbM bekommt man Rentengeld.

Beim Wechsel auf einen normalen Arbeits·platz
bekommt man leider weniger Rentengeld.

Das ist nicht gut.

Weil dann weniger Menschen mit Behinderungen
einen normalen Arbeits·platz haben wollen.

Warum dauert die Prüfung von der UN so viele Jahre?

Deutschland muss viele Fragen von der UN beantworten.

Es gibt viele Ideen.

Diese Ideen bespricht Deutschland mit der UN.

In Deutschland überlegen auch Menschen mit Behinderungen mit.

Das ist gut.

So kann die UN viele Ideen bekommen.

Bekommt Deutschland auch Ideen von der UN?

Die UN kennt die Ideen für Menschen mit Behinderungen
in allen Ländern der Welt.

Diese Ideen können auch für Deutschland wichtig sein.


Erklärungen

Arbeit·geber
Ein Arbeit·geber ist der Chef in einem Betrieb.

Budget für Arbeit
Das Budget für Arbeit ist eine Hilfe für Menschen mit Handicap.

Damit sie auf einem normalen Arbeits·platz arbeiten können.

Dafür gibt es ein Gesetz.

Deutscher Behinderten·rat
Im Deutschen Behinderten·rat haben sich wichtige Gruppen von Menschen mit Handicap
zusammengeschlossen.

Der Deutsche Behinderten·rat vertritt Interessen von Menschen mit Handicap.

Normaler Arbeits·platz
Normale Arbeits·plätze sind Arbeits·plätze außerhalb
von einer Werkstatt für behinderte Menschen.

Staaten·berichts·verfahren
Bei einem Staaten·berichts·verfahren werden die Länder befragt:

Haltet ihr die Regeln von der UN ein?

Das Staaten·berichts·verfahren bedeutet auch:

Die Fragen werden in jedem Land gleich gestellt.

Die Länder müssen dann berichten.

UN
Fast alle Länder der Welt haben sich zusammengetan.

Fast alle Länder der Welt sind die Vereinten Nationen.

Auf Englisch heißt das: United Nations.

Das spricht man: Junaited Näischens.

Die Abkürzung heißt: UN.

Die UN prüft auch, ob die Länder wichtige Regeln einhalten.

UN-Behinderten·rechts·konvention, UN-BRK
Die UN beschließen Regeln für die Länder der Welt.

Man sagt zu diesen Regeln: Konventionen.

Das spricht man: Konwenzionen.

Es gibt auch die UN-Behinderten·rechts·konvention.

Die Abkürzung heißt: UN-BRK.

Darin steht:

Alle Menschen haben die gleichen Rechte:

  1. beim Wohnen
  2. beim Lernen
  3. beim Arbeiten
  4. und auch sonst überall.

Dieser Text wurde erstellt und übertragen von Till Weber und Henning Niebuhr.
Einfach.darüber.reden. Büro für Leichte Sprache
info@einfach-darueber-reden.de

Dieser Text wurde geprüft von Mitarbeitenden der WfbM Ahrensburg.

Im Original heißt der Text:
Die Werkstatt für behinderte Menschen in der zweiten Staaten·prüfung Deutschlands zur Umsetzung der UN-Behinderten·rechts·konvention

Der Text ist von Ass. jur. Clarissa von Drygalski.


Die Bilder sind © Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V.,
Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013

Die Flagge der UN: Diese Datei ist aus der Open Clip Art Library. Diese Datei ist zur öffentlichen
Nutzung frei gegeben.


 

 

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