Job-Coaching als Hilfe für Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeits-Markt
Hinweis:
Manchmal stehen schwierige Wörter im Text.
Die schwierigen Wörter sind grün geschrieben.
Die Wörter werden unten erklärt.
Was ist Job-Coaching?
Job-Coaching spricht man so aus: Dschop-Koutsching
Das Job-Coaching ist eine Hilfe
für Menschen mit Behinderung bei der Arbeit.
Die Hilfe ist für eine bestimmte Zeit.
Die Ziele vom Job-Coaching sind:
- Der Mensch mit Behinderung kann seine Arbeit gut machen.
- Der Mensch mit Behinderung kann seine Arbeit selbst machen.
Job-Coaching hilft zum Beispiel:
- am Arbeitsplatz
- in der Ausbildung
- im Praktikum
- bei einer Weiterbildung
- bei einer Umschulung
Das Job-Coaching hilft auch:
- bei der Suche nach einem Praktikum
- bei der Suche nach einer Ausbildung
- bei der Suche nach einer Arbeit
Beim Job-Coaching lernen Menschen zum Beispiel:
- neue Aufgaben
- Aufgaben planen
- Probleme mit Menschen auf der Arbeit lösen
Ein Job-Coach macht das Job-Coaching.
Job-Coach spricht man so aus: Dschop-Koutsch
Was macht ein Job-Coach?
Der Job-Coach kommt zum Arbeitsplatz.
Der Job-Coach spricht mit:
- den Kollegen und Kolleginnen
- den Chefs und Chefinnen
Gemeinsam suchen sie nach Lösungen.
Sie suchen Lösungen zum Beispiel für diese Fragen:
- Was braucht der Mensch mit Behinderung bei der Arbeit?
- Was kann am Arbeits-Platz besser gemacht werden?
Der Job-Coach schaut auf den gesamten Arbeits-Platz.
Zum Arbeits-Platz gehören:
Der Job-Coach erklärt:
- wie Aufgaben gehen
- schwierige Wörter und Sätze
Der Job-Coach zeigt:
- wie man Aufgaben plant
- wie man allein arbeitet
- wie man mit Kollegen und Kolleginnen zusammen arbeitet
Am Anfang kommt der Job-Coach öfter und bleibt länger.
Nach ein paar Wochen kommt der Job-Coach nicht mehr so oft
und bleibt nicht mehr so lange.
Ein Job-Coach hilft maximal ein Jahr lang.
Wann kann ein Job-Coach gut helfen?
Ein Job-Coach kann in vielen Situationen helfen.
Ein Job-Coach hilft immer, wenn es Probleme bei der Arbeit gibt.
Zum Beispiel:
- bei einer Behinderung
- nach einem Unfall
- einer langen Krankheit
- wenn jemand wieder mit der Arbeit anfängt
Ein Job-Coach kann auch helfen,
wenn sich die Arbeit verändert.
Zum Beispiel:
- wenn jemand nicht mehr so viel arbeiten kann
- wenn es einen neuen Arbeitsplatz gibt
- wenn es neue Aufgaben gibt
Ein Job-Coach kann auch bei der Planung von Aufgaben helfen.
Zum Beispiel:
- wichtige Aufgaben als Erstes machen
- Aufgaben fertig machen
Ein Job-Coach kann auch helfen,
wenn jemand Probleme mit anderen Menschen auf der Arbeit hat.
Zum Beispiel:
- mit Kollegen und Kolleginnen
- mit Chefs und Chefinnen
Wie bekommen Sie einen Job-Coach?
Wenn Sie einen Job-Coach wollen,
dann muss jemand einen Antrag stellen.
Sie selbst oder Ihr Arbeitgeber können den Antrag stellen.
Ein Amt bearbeitet dann den Antrag.
Zum Beispiel:
- das Arbeits-Amt
- die Renten-Versicherung
- das Integrations-Amt
Manchmal wird auch in einer Teilhabe-Planung entschieden:
Sie bekommen Hilfe von einem Job-Coach.
Kann das Job-Coaching zusammen mit anderen Hilfen genutzt werden?
Das Job-Coaching ist zusammen mit anderen Hilfen möglich:
Zum Beispiel mit:
- Unterstützter Beschäftigung
- Budget für Arbeit
Das spricht man so aus: Bü-dschee
- Budget für Ausbildung
- Fachpraktiker-Ausbildung
Das Job-Coaching ist dann extra.
Was ist der Unterschied zur Arbeits-Assistenz?
Eine Arbeits-Assistenz hilft Menschen mit Behinderung bei der Arbeit.
Eine Arbeits-Assistenz hilft bei Aufgaben und Dingen,
die ein Mensch mit Behinderung nicht selbst machen kann.
Der Mensch mit Behinderung sagt,
was die Arbeits-Assistenz tun soll.
Aber: Der Mensch mit Behinderung macht seine Arbeit selbst.
Eine Arbeits-Assistenz hilft zum Beispiel bei diesen Dingen:
- in einem Buch blättern
- Texte vorlesen und schreiben
- Computer einschalten
- eine Person im Rollstuhl schieben
Menschen mit Behinderungen bekommen die Arbeits-Assistenz
für eine lange Zeit oder für immer.
Wie hilft die Schwerbehinderten-Vertretung?
Das kurze Wort für Schwerbehinderten-Vertretung ist SBV.
Die SBV ist eine Person in einer Firma oder bei einem Amt.
Die SBV heißt auch Vertrauens-Person.
Die SBV spricht mit:
- dem Menschen mit Behinderung
- dem Arbeitgeber
- den Chefs und Chefinnen
- den Kollegen und Kolleginnen
Die SBV weiß dann, welche Probleme es bei der Arbeit gibt.
Dann kann die SBV die Hilfe von einem Job-Coach planen.
Die SBV spricht auch mit Ämtern.
Zum Beispiel mit:
- dem Integrations-Fachdienst
- dem Integrations-Amt
Die SBV kann auch sagen, welche anderen Hilfen es gibt.
Zum Beispiel:
- Arbeits-Assistenz
- Budget für Arbeit
- Budget für Ausbildung
- Außen-Arbeitsplatz
Integrations-Amt
Manchmal heißt das Integrations-Amt auch Inklusions-Amt.
Das Integrations-Amt bezahlt für Hilfen für Menschen mit Behinderung
bei der Arbeit.
Teilhabe-Planung
Die Teilhabe-Planung ist ein Treffen.
Bei der Teilhabe-Planung sind zum Beispiel diese Menschen dabei:
- ein Mensch mit Behinderung
- Mitarbeiter von verschiedenen Ämtern
- Menschen, die helfen können
Bei dem Treffen geht es darum:
- Welche Hilfe braucht ein Mensch mit Behinderung?
- Wer kann helfen?
- Wer bezahlt die Hilfe?
Unterstützte Beschäftigung
Die Unterstützte Beschäftigung ist
eine Hilfe für Menschen mit Behinderung bei der Arbeit.
Der Mensch mit Behinderung bekommt Aufgaben,
die er gern machen möchte und gut kann.
Die Ausbildung ist für 2 bis 3 Jahre in einer Firma.
Der Mensch mit Behinderung bekommt für 2 bis 3 Jahre
Hilfe von einem Job-Coach.
Manchmal geht die Hilfe auch länger.
Budget für Arbeit
Das Budget für Arbeit ist eine Hilfe mit Geld für Firmen.
Eine Firma kann einen Menschen mit Behinderung einstellen.
Dafür bekommt die Firma Geld.
Der Mensch mit Behinderung arbeitet sonst in einer Werkstatt.
Wichtig: Der Mensch mit Behinderung sucht sich selbst eine Arbeit.
Der Mensch darf sich dafür beim Integrations-Fachdienst
oder beim Arbeits-Amt Hilfe holen.
Budget für Ausbildung
Das Budget für Ausbildung ist eine Hilfe mit Geld für Firmen.
Mit dem Geld kann die Firma eine Ausbildung
für einen Menschen mit Behinderung bezahlen.
Der Mensch mit Behinderung ist sonst im Berufsbildungs-Bereich
von einer Werkstatt.
Wichtig: Der Mensch mit Behinderung sucht sich selbst
eine Ausbildung.
Der Mensch darf sich dafür beim Integrations-Fachdienst oder beim Arbeits-Amt Hilfe holen.
Berufs-Bildungs-Bereich
Der Berufs-Bildungs-Bereich ist in der Werkstatt.
Im Berufs-Bildungs-Bereich wird man 2 Jahre auf die Arbeit vorbereitet.
Man lernt die Arbeitsabläufe in der Werkstatt kennen.
Man lernt mit verschiedenen Materialien zu arbeiten.
Fachpraktiker-Ausbildung
Die Fachpraktiker-Ausbildung ist für Menschen mit Lernschwierigkeiten.
Bei der Fachpraktiker-Ausbildung ist man weniger in der Berufs-Schule.
Bei der Fachpraktiker-Ausbildung arbeitet man mehr in der Firma.
Schwerbehinderten-Vertretung
Das kurze Wort für Schwerbehinderten-Vertretung ist SBV.
Die SBV ist eine Person in einer Firma oder bei einem Amt.
Die Person heißt auch Vertrauens-Person.
Die Schwerbehinderten-Vertretung macht sich für die Wünsche
und Interessen von Menschen mit Behinderung in einer Firma oder beim Amt stark.
Das macht die SBV zum Beispiel so:
- darauf achten, dass Menschen mit Behinderung gut arbeiten können
- Menschen mit Behinderung beraten
- bei Kündigungen von Menschen mit Behinderung mitbestimmen
- auf Inklusion bei der Arbeit achten
Integrations-Fachdienst
Der Integrations-Fachdienst bekommt Aufträge vom Integrations-Amt oder von der Bundesagentur für Arbeit.
Der Integrations-Fachdienst schaut dann,
welche Hilfe ein Mensch mit Behinderung bei der Arbeit braucht.
Der Integrations-Fachdienst hilft auch Schülern,
die nicht in der Werkstatt arbeiten möchten.
Außen-Arbeits-Platz
Ein Außen-Arbeits-Platz ist auf dem allgemeinen Arbeits-Markt.
Aber die Werkstatt bezahlt trotzdem den Lohn.
Beschäftigte auf einem Außen-Arbeits-Platz
verdienen so viel Geld wie in der Werkstatt.
Ein Außen-Arbeits-Platz kann zu einem Budget für Arbeit werden.
Wer hat die Texte in Leichter Sprache geschrieben?
Büro für Leichte Sprache
Lebens(t)raum e. V.
06122 Halle (Saale)
Wer hat die Texte in Leichter Sprache geprüft?
Das Büro für Leichte Sprache hat eine Prüfgruppe.
Menschen aus der Prüfgruppe haben den Text geprüft:
- Sindy Meier
- Sandra Schillinger
Woher sind die Bilder?
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013
Der Text ist zertifiziert nach den Regeln vom © Netzwerk Leichte Sprache e.V.
Diesen Text gibt es auch in schwerer Sprache:
Busch: Mit der Vielfalt des Jobcoachings zum inklusiveren Arbeitsmarkt; Beitrag B3-2025 unter www.reha-recht.de.
© European Easy-to-Read Logo: Inclusion Europe.



