23.06.2026 Sonstige Veröffentlichungen

Online-Diskussion: Der Hund als Hilfsmittel und Assistent – Beschaffung und Nutzung eines Assistenzhundes aus rechtlicher Sicht

Assistenzhunde sind für viele Menschen mit Behinderungen unverzichtbare Begleiter im Alltag. Sie sind speziell ausgebildet, um Menschen mit Sinnes- oder motori­schen Beeinträchtigungen, mit Diabetes oder Asthma zu unterstützen. Doch wie ist der Weg zum eigenen Assistenzhund und welche Herausforderungen bestehen? Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR) und die Universität Kassel laden vom 23. Juni bis zum 14. Juli 2026 alle fachlich und persönlich Interessierten ein, sich online mit einem Team aus Expertinnen und Experten über rechtliche und praktische Fragen u. a. zur Förderung und Anerkennung eines Assistenzhundes auszutauschen.

Für Menschen mit Behinderungen können Assistenzhunde eine wichtige Rolle bei der Ver­wirklichung eines selbstbestimmten und selbstständigen Lebens spielen. Hier können sich für die Betroffenen zwei grundlegende Fragen stellen: Erstens: Werden die Kosten für Anschaffung und Unterhalt eines Assistenzhundes übernommen? Zweitens: Dürfen Menschen ihren Assistenzhund überallhin mitnehmen, oder kann ihnen der Zutritt etwa zu einer Arztpraxis oder zum Arbeitsplatz verweigert werden? Die Online-Diskussion nimmt aktuelle Herausforderungen, Unklarheiten und Problemlagen in den Blick. Berücksichtigt werden dabei insbesondere jüngste Entwicklungen in Rechtsprechung, Verwaltung und Gesetzgebung. Dazu zählen etwa die neuen Regelungen zur Zertifizierung von Assistenz­hunden im geänderten Behindertengleichstellungsgesetz (BGG). Unter Beteiligung von Expertinnen und Experten befasst sich die Online-Diskussion u. a. mit folgenden Themen:

  • Wie erhalten Menschen mit Behinderungen einen Blindenhund oder Assistenzhund?
  • Wie und von wem werden Assistenzhunde ausgebildet? Welche Aufgaben übernehmen sie und wie grenzen sie sich zu Therapiehunden ab?
  • Unter welchen Voraussetzungen finanzieren Rehabilitationsträger Assistenzhunde als Hilfsmittel? Welche Kosten werden abgedeckt?
  • Entfalten die Zutrittsrechte für Mensch-Assistenzhund-Gemeinschaften nach dem BGG ihre angedachte Wirkung? Was beeinträchtigt ihre Umsetzung?
  • Welche Rechte haben Mensch-Assistenzhunde-Gemeinschaften im Arbeitsleben? Was kann getan werden, damit die Teilhabe am Arbeitsleben nicht an der Assistenzhund-Nutzung scheitert?

Alle Interessierten sind herzlich zum Austausch im interaktiven Forum „Fragen – Meinungen – Antworten zum Rehabilitations- und Teilhaberecht“ (FMA) eingeladen. Die Federführung liegt bei den Projektpartnern an der Universität Kassel, unter der Leitung von Prof. Dr. Felix Welti. Die Diskussion ist Teil des Projekts „Mit Vielfalt zum inklusiven Arbeitsmarkt – Aufgaben für das Reha- und Teilhaberecht“ (VinkA), das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds gefördert wird.

Zur Diskussion

Die Pressemitteilung als PDF zum Download


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